Planung für einen "worst case"

Rund um Selbstständigkeit unter ALG II.
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Koelsch
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Planung für einen "worst case"

#1

von Koelsch » Fr 11. Mai 2018, 15:20

selbständig aufstockender eLB hat vorbildlich zweigeteilten Bewilligungsbescheid bekommen:

Erste drei Monate (ab April 18), wie in der vEKS angebenen, Null einkommen = voller Bedarf
zweite drei Monate dann eben Einkommen gleich Gewinn/3
So weit so toll.

Gewerbe ist in extremem Maße von der Nutzung des Betriebs-PKW abhängig - Einsatzorte fast ausschlielich gww - ganz weit weg

Auto hat seit einigen Wochen sehr heftig Aua. Vom Bastler bis zu mehreren Fachwerkstätten die klare Diagnose :1:
oder im Klartext: Um den Fehler zu finden sind € 800 bis € 1.000 zu veranschlagen, ob er dann gefunden wird erneut :1:
Reparaturkosten - dazu kann noch nix gesagt werden, das wiederum ist verständlich.

eLB würde den Suchauftrag geben - nur woher nimmt eLB das Geld?
Es besteht, so unsere Rechnung, ein Nachforderungsanspruch in Höhe von etwa € 5.000 gegen das JC aus der am 3.9.2017 vorgelegten aEKS. Daraus könnte das "locker" gestemmt werden - nur bisher kein Bescheid, lediglich (um Untätigkeitsklage zu vermeiden?) eine Rückfrage zur aEKS, die beantwortet wurde.

Aufträge für die Zeit nach Juni derzeit Null, da eben kein Auto.
Wie kann man eine ab Juli nicht unwahrscheinliche, deutliche Bedarfsunterdeckung vermeiden?

Und, nur um vorzubeugen: Leihwagen ist nicht, da keine Kreditkarte - und selbst wenn es die gäbe, würden sich die Aufträge bei Nutzung eines Leihwagens kaum noch rechnen.
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

Olivia
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Re: Planung für einen "worst case"

#2

von Olivia » Fr 11. Mai 2018, 15:30

Koelsch hat geschrieben:
Fr 11. Mai 2018, 15:20
Wie kann man eine ab Juli nicht unwahrscheinliche, deutliche Bedarfsunterdeckung vermeiden?
Änderungsmitteilung ans Jobcenter, dass der Umsatz wegen defektem Auto auf Null einbricht und das JC nach § 41a Abs. 2 S. 2 einer dann eintretenden Existenzunterdeckung mit einem sofortigen Änderungsbescheid entgegentreten muss. Zugleich nachbohren beim Jobcenter, dass endlich die 5.000 € Nachzahlung bewilligt werden sollen, da aus diesem Geld eine Reparatur des defekten Kfz bestritten werden könnte.

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Re: Planung für einen "worst case"

#3

von Koelsch » Fr 11. Mai 2018, 15:54

Ja, nur wann? Schreiben wir das jetzt, sagt JC :angel: bis Juli kann sich noch viel tun.
JC weiß, wenn Auftrag kommt, dann eben auch gerne mal "für morgen". Gerade die schlechter bezahlten Job's sind in dem Gewerbe miserabel bezahlt

(Beispiel: 8 Stunden werden mit € 150 vergütet - nur man hat Gesamtfahrzeit von 4 Stunden und ca. 300 km Gesamtstrecke)
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Re: Planung für einen "worst case"

#4

von Olivia » Fr 11. Mai 2018, 15:58

Antrag auf Darlehen für die Autoreparatur, als "Sicherheit" den Anspruch auf die 5.000 € nennen. Zugleich Antrag auf Sofortauszahlung der 5.000 € stellen mit der Begründung, dass davon bzw. dem Vorabdarlehen das Auto dringendst repariert werden muss. Ansonsten droht Gewinnrückgang auf Null, da ohne Auto keine Kilometer zurückgelegt werden können. Das Jobcenter in die Pflicht zum Geldverdienen mit hineinnehmen, da ansonsten ein Antrag auf Sicherstellung des Existenzminimums gestellt werden muss (Abänderung laufender BWZ).

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Re: Planung für einen "worst case"

#5

von Koelsch » Fr 11. Mai 2018, 16:02

Darlehen eher nicht möglich (wg. laufender Inso dürfen keine neuen Schulden gemacht werden), aber dem JC mal vor's Schienbein treten wg. der ausstehenden aEKS Bearbeitung, das werde ich mal mmit eLB besprechen. Gute Idee.
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Re: Planung für einen "worst case"

#6

von Olivia » Fr 11. Mai 2018, 16:07

"Hiermit beantrage ich die sofortige Bescheidung der aEKS von Februar bis August 2017. Die daraus entstehende Nachzahlung von ca. 5.000 € wird dringendst benötigt, um weiter Einkommen zu erzielen. Derzeit habe ich einen Betriebsstillstand wegen defektem Kfz. Momentan kann ich überhaupt keine Einnahmen erzielen, da das betriebliche Kfz kaputt in der Werkstatt herumsteht. Bitte die Auszahlung sofort bearbeiten, damit ich wieder weiter arbeiten kann. Jeder Tag zählt!"

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Re: Planung für einen "worst case"

#7

von friys » Fr 11. Mai 2018, 16:14

Aua! Laufende Inso, reparaturbedürftiges Kfz, dass zum Geldverdienen zwingend benötigt wird, in dem Gewerbe miserabel bezahlte Jobs - das ist schon der ungünstigste anzunehmende Fall.

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Re: Planung für einen "worst case"

#8

von Koelsch » Fr 11. Mai 2018, 16:20

friys hat geschrieben:
Fr 11. Mai 2018, 16:14
Aua! Laufende Inso, reparaturbedürftiges Kfz, dass zum Geldverdienen zwingend benötigt wird, in dem Gewerbe miserabel bezahlte Jobs - das ist schon der ungünstigste anzunehmende Fall.
Nöö, erst wenn dazu die Aufträge ausbleiben. eLB versucht derzeit die Zielrichtung des Gewerbes zu ändern, ist aus gesundheitlichen Gründen nötig. Auch daher die derzeitige "Schieflage".
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Re: Planung für einen "worst case"

#9

von Olivia » Fr 11. Mai 2018, 16:27

"Hiermit beantrage ich die sofortige Bescheidung der aEKS von Februar bis August 2017. Die daraus entstehende Nachzahlung von ca. 5.000 € wird dringendst benötigt, um weiter Einkommen zu erzielen. Derzeit habe ich einen Betriebsstillstand wegen defektem Kfz. Momentan kann ich überhaupt keine Einnahmen erzielen, da das betriebliche Kfz kaputt in der Werkstatt herumsteht. Bitte die Auszahlung sofort bearbeiten, damit ich wieder weiter arbeiten kann. Jeder Tag zählt!

Bitte reichen Sie den Antrag mit Dringlichkeit an die Leitungsebene des Jobcenters weiter. Ohne funktionierendes Auto droht Mittellosigkeit durch Totalausfall aller Einnahmen. Derzeit ändere ich die Zielrichtung meines Gewerbes, auch daher die derzeitige Schieflage."

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Re: Planung für einen "worst case"

#10

von Koelsch » Fr 11. Mai 2018, 16:42

Liest sich gut, Hinweis auf Umstrukturierung bracht's nicht, das weiß das JC
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Re: Planung für einen "worst case"

#11

von marsupilami » Fr 11. Mai 2018, 16:48

"Hiermit beantrage ich die sofortige Bescheidung der aEKS von Februar bis August 2017. Die daraus entstehende Nachzahlung von ca. 5.000 € wird dringendst benötigt, um weiter Einkommen zu erzielen. Derzeit habe ich einen Betriebsstillstand wegen defektem Kfz. Momentan kann ich überhaupt keine Einnahmen erzielen, da das betriebliche Kfz kaputt in der Werkstatt herumsteht. Bitte die Auszahlung sofort bearbeiten, damit ich wieder weiter arbeiten und meine Hilfsbedürftigkeit verringern kann . Jeder Tag zählt!"
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