Plötzlich langfristig erkrankt - was tun?

Rund um Selbstständigkeit unter ALG II.
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Koelsch
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Re: Plötzlich langfristig erkrankt - was tun?

#26

Beitrag von Koelsch » So 7. Okt 2018, 20:27

Kopie für Arbeitgeber
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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tigerlaw
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Re: Plötzlich langfristig erkrankt - was tun?

#27

Beitrag von tigerlaw » So 7. Okt 2018, 21:46

Koelsch hat geschrieben:
So 7. Okt 2018, 20:27
Kopie für Arbeitgeber
:jojo: :jojo:

Denn auf den Ausfertigungen 1 und 3 für KK und AN steht auch die (verschlüsselte) Diagnose, und die geht niemanden im JC etwas an!
Ich darf sogar beraten - bei Bedarf bitte PN!

blankerhans
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Re: Plötzlich langfristig erkrankt - was tun?

#28

Beitrag von blankerhans » Mo 8. Okt 2018, 16:36

Danke. Dann wurde es richtig gemacht.

Langam wirds spannend:
1. Bedarf der Widerspruch derSchriftform oder geht er auch mündlich? (hier Krankrenkasse)

2. Aufgrund der Erkrankung ist Haushaltshilfe erforderlich. Pflegegrad ist beantragt und es wird auf MDK gewartet. Für die Zeit bis dahin muss eine Übergangslösung her. Die krankenkasse gewährt nur bis 4 Wochen nach Entlassung aus Krankenhaus. Diese Frist ist abgelaufen. Pflegedienst will nicht in Vorlage gehen und sich nicht auf das Risiko einlassen, dads MDK die Pflegedtufe verweigert. Der Patient ist ja wegen H4 zahlungsunfähig. Gibt es Leistung durch Sozialamt? Was tun?

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Koelsch
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Re: Plötzlich langfristig erkrankt - was tun?

#29

Beitrag von Koelsch » Mo 8. Okt 2018, 16:52

Ich würde unbedingt Schrftform empfehlen, sonst hast Du wenig in der Hand.
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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Günter
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Re: Plötzlich langfristig erkrankt - was tun?

#30

Beitrag von Günter » Mo 8. Okt 2018, 16:54

Da es in der Regel lange dauert, bis ein Gutachter kommt, würde ich vor Ort bei der Pflegekasse (Krankenkasse) Antrag auf sofortige Kostenübernahme bis zum Gutachtertermin stellen, Der Antrag muss sofort beschieden werden(siehe § 33 SGB X) da Gefahr in Verzug. Bei negativen Bescheid Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz beim SG.

Widerspruch kann mündlich zu Protokoll gegeben werden. D.h. der Betroffene spricht und der SB schreibt.
Ist der einzige Existenzgrund für Milliarden Menschen nur die Befriedigung der Profitgier der Besitzenden? Oder haben diese Menschen auch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben?

Ich könnte freundlich, aber wozu? :6:

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Re: Plötzlich langfristig erkrankt - was tun?

#31

Beitrag von blankerhans » Mo 8. Okt 2018, 17:55

Danke. Also zum Beratungsdesk der Krankenkasse gehen? Ist dort auch die Pflegekasse oder hat die eigenen Helpdesk? Kk ist die TK.

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tigerlaw
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Re: Plötzlich langfristig erkrankt - was tun?

#32

Beitrag von tigerlaw » Mo 8. Okt 2018, 18:05

Die sind eigentlich immer unter einem Dach.
Ich darf sogar beraten - bei Bedarf bitte PN!

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Re: Plötzlich langfristig erkrankt - was tun?

#33

Beitrag von blankerhans » Fr 30. Nov 2018, 22:41

Update - Drei Wochen Kampf im Krankenhaus und eine Organtransplantation später gibts Pflegegrad 1, dadurch Haushaltshilfe, Arbeitsunfähigkeit bis allerfrühestens März 2019, bis zur totalen Heilung eher drei Jahre, wann wieder gesrbeitet werden kann, steht eigentlich in den Sternen. Antrag auf Änderung der Kdu wegen Büroaufgabe wurde damals gedtellt, das JC hat daraufhin innerhalb von ca. zwei Wochen Eks-Formular für die Veränderung zugeschickt. Die wurde umgehend mit korrigierten Zahlen Einnahmen und Ausgaben abgegeben. Seitdem keinerlei Reaktion. Alle Alg Ii Zahlungen sind unverändert. Erschwerend kommt jetzt hinzu, dass in erheblichem Umfang (ca. 100€ mtl.) Medikamente zwingend benötigt werden, die nicht verschreibungspflichtig sind. Bis ans Lebensende.?Verschreibungspflichtige Alternativen gibt es dafür nicht. Aber bei Nichtanwendung droht die Zerstörug der Implantats und dann vermutlich dauerhafte Erwerbsunfhähigkeit. Antrag bei der KK auf übernahme ist gestellt, dürfte aber abgelehnt werden. Dann soll Antrag beim JC wegen Mehrbedarf gestellt werden. Conclusio: 1. Bitte überlegt, ob Ihr Organspender sein wollt. Ihr rettet leben. 2. Bezahlt endlich die Krankenschwestern und Pflegekräfte anständig - 3000€ brutto und nicht 1600€ wie einige der heldischen Schwestern im Krankenhaus.

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Re: Plötzlich langfristig erkrankt - was tun?

#34

Beitrag von Koelsch » Fr 30. Nov 2018, 23:04

Dringend, wenn KK ablehnt Antrag auf Mehrbedarf an's JC. Begeistert werden die auch nicht sein, aber mir ist ein Fall bekannt, bei dem regelemäßige Physiotherapie als Mehrbedarf vom JC anerkannt ist.

Ansonsten - heftig :Daumen: :Daumen: für weiter bergauf
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Re: Plötzlich langfristig erkrankt - was tun?

#35

Beitrag von blankerhans » Sa 1. Dez 2018, 14:02

danke. das ist der plan. heftig? nun ja, es gibt menschen mit viel schlimmerem schicksal. wenn alles klappt wie von den ärzten geplant ist, gibts ein neues leben. ach ja, das transplantierte organ zählt zu den sinnesorganen und ist das grundwerkzeug für den freiberuflich ausggeübten journalismus.

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