PKV-Erhöhung

Rund um Selbstständigkeit unter ALG II.
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Blitzdodel
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PKV-Erhöhung

#1

Beitrag von Blitzdodel » Mo 26. Nov 2018, 13:43

Hallo zusammen,

Laufend, jährlich, erhöhen sich die Beiträge der PKV.
2017 wollte die PKV schon 342€ KV (incl.,Risikozuschlag) und 67€ PV, also insgesammt 409€.
JC übernimmt 341€ KV und 55€ PV, also insgesammt 396€.

Für 2019 sind nun 397€ KV (incl.,Risikozuschlag) und 85 PV zu zahlen, also insgesammt 482€.

Weis jemand, in welcher Höhe JC 2019 PKV-Beiträge übernimmt?

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Re: PKV-Erhöhung

#2

Beitrag von Koelsch » Mo 26. Nov 2018, 15:03

€ 703,32/2 = € 351,66 plus Pflegeversicherung
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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Re: PKV-Erhöhung

#3

Beitrag von Olivia » Mo 26. Nov 2018, 15:56

Richtig, das ist der halbe Basisbeitrag. Wenn der reguläre Tarif zu teuer wird, muss die PKV den Wechsel in diesen Notlagentarif ohne Gesundheitsprüfung ermöglichen. Im Basistarif ist man Patient 3. Klasse. Die freie Arztwahl ist eingeschränkt. Ggf. gibt es pro Fachrichtung nur einen einzigen Arzt im Landkreis, der sich für eine Behandlung bereit erklärt.
Der für die PKV typische höherwertige Versicherungsschutz besteht im Basistarif nicht. Er unterscheidet sich sehr deutlich von den anderen Produkten der Privaten Krankenversicherung.

https://www.pkv.de/themen/krankenversic ... asistarif/

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Re: PKV-Erhöhung

#4

Beitrag von Blitzdodel » Mo 26. Nov 2018, 16:15

Lese ich das richtig aus Link Olivia?

Vergütung für ambulante Leistungen im Basistarif:
-für Laborleistungen nach Abschnitt M und Nr. 437 der Gebürenordnung für Ärzte der 0,9-fache Satz,
-für technische Leistungen nach Abschnitt A (Gebühren in besonderen Fällen), E (physikalisch-medizinische Leistungen, zum Beispiel Massagen), O Strahlendiagnostik, Nuklearmedizin, Magnetresonanztomografie und Strahlentherapie) der 1,0-fache Satz und
-für alle übrigen ärztlichen Leistungen der 1,2-fache Satz.

D.h. man zahlt vermutlich 40% der Arztrechnungen sebst!

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Re: PKV-Erhöhung

#5

Beitrag von Koelsch » Mo 26. Nov 2018, 16:27

Nein, für den Satz hat der Doc Dich zu behandeln, Du zahlst nix selbst. Was Olivia sagt - die Begeisterung des Doc's hält sich in überschaubaren Grenzen, wenn er Dich dafür behandeln muss.
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
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Re: PKV-Erhöhung

#6

Beitrag von Blitzdodel » Mo 26. Nov 2018, 17:14

Koelsch hat geschrieben:
Mo 26. Nov 2018, 16:27
Was Olivia sagt - die Begeisterung des Doc's hält sich in überschaubaren Grenzen
Aber auch nur weil der Arzt ablehnen kann.

Verstehe, war beim Augenarzt und wurde nach Basistarif gefragt.

Wenn man sich nach PKV-Basistarif versichert ist es besser nicht krank zu werden.

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Re: PKV-Erhöhung

#7

Beitrag von Koelsch » Mo 26. Nov 2018, 18:01

Das ist eigentlich immer besser :zwinker: - die beste Krankheit taugt nix
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
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Re: PKV-Erhöhung

#8

Beitrag von Olivia » Mo 26. Nov 2018, 21:38

Blitzdodel hat geschrieben:
Mo 26. Nov 2018, 16:15
Vergütung für ambulante Leistungen im Basistarif:
-für Laborleistungen nach Abschnitt M und Nr. 437 der Gebürenordnung für Ärzte der 0,9-fache Satz,
-für technische Leistungen nach Abschnitt A (Gebühren in besonderen Fällen), E (physikalisch-medizinische Leistungen, zum Beispiel Massagen), O Strahlendiagnostik, Nuklearmedizin, Magnetresonanztomografie und Strahlentherapie) der 1,0-fache Satz und
-für alle übrigen ärztlichen Leistungen der 1,2-fache Satz.
Normal ist bei Privatpatienten 2,3 fach oder mehr.
D.h. man zahlt vermutlich 40% der Arztrechnungen sebst!
Oder auch mehr. Der Arzt könnte verlangen, dass Du eine Zusatzvergütungsvereinbarung unterschreibst, wenn Du von ihm behandelt werden willst. Deswegen solltest Du Dir die Ärzteliste von der KV holen, bei welchen Ärzten Du im Basistarif auch ohne Zusatzvereinbarung behandelt werden würdest.

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Re: PKV-Erhöhung

#9

Beitrag von Blitzdodel » Di 27. Nov 2018, 11:04

Olivia hat geschrieben:
Mo 26. Nov 2018, 21:38
Oder auch mehr.
Ist viel mehr, sind zwischen 60 bis 80%
Koelsch hat geschrieben:
Mo 26. Nov 2018, 15:03
€ 703,32/2 = € 351,66 plus Pflegeversicherung
Auf Versicherungsschein für 2017 steht bei PVN 33€
und "10% gesetzl. Zuschlag..." 34€,
also ca. 67€.
JC übernimmt aber nur ca. 55€,
berechnet JC etwas falsch?

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Re: PKV-Erhöhung

#10

Beitrag von Koelsch » Di 27. Nov 2018, 11:50

Nein, das JC dürfte in 2017 gerechnet haben:

Beitragsbemessungegrenze = 4350 € * 2,55% Pflegeversicherung / 2 = 55,46 €
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
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Re: PKV-Erhöhung

#11

Beitrag von Olivia » Di 27. Nov 2018, 12:04

Und was ist, wenn die private Pflegeversicherung teurer ist als die Vergleichsrechnung des Jobcenters mit der GKV? Da zahlt man doch sonst drauf!

Was sagt das Gesetz dazu und was sagen die fachlichen Hinweise des Jobcenters?

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Re: PKV-Erhöhung

#12

Beitrag von Koelsch » Di 27. Nov 2018, 12:50

Guck mal § 26 Abs. 3 SGB II - auch da ist der "Deckel" nach der Beitragsbemessungsgrenze anzuwenden
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
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Re: PKV-Erhöhung

#13

Beitrag von Olivia » Di 27. Nov 2018, 14:09

Das bedeutet, dass alle Mehrkosten dem eLB zur Last fallen.

Der TE sollte sich von den zuständigen Stellen mal eine genaue Beschreibung zusenden lassen, wie der Basistarif bei ihm in seiner Stadt gehandhabt wird und welche Ärzte ohne Zusatzhonorarvereinbarung behandeln.

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