Geld retten - aber wie?

Hier können Fragen gestellt werden, die in den anderen Hilfethemen nicht passen.
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Geld retten - aber wie?

#1

Beitrag von Koelsch » Sa 19. Jan 2019, 22:46

Jemand steht vor dem ALG II Antrag

Problem:

Schonvermögen = etwa 8.000 €

Es existiert ein in 2 Jahren fälliger Sparvertrag mit Guthaben 25.000. Bei vorzeitiger Auflöasung würde man etwa € 1.500 verlieren.
Meine Befürchtung: JC wird auf den Sparvertrag verweisen und Auflösung verlangen.

Ist folgender Weg gangbar?

Sofortige Auflösung des Sparvertrags, 8.000 gehen "auf die hohe Kante", 17.000 gehen sofort in Riestervertrag mit Verwertungsausschluss.
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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Re: Geld retten - aber wie?

#2

Beitrag von tigerlaw » Sa 19. Jan 2019, 23:03

Es gibt also zwei Alternativen:
1. Antrag stellen, JC verlangt Sparvertragsauflösung, erwartet erneute Antragstellung nicht vor xx Moanten, in denen die 17.000 € verfrühstückt werden, und dann hat man noch 8 T€.
2. Sparvertrag auflösen mit 1.500 € Verlust, 17.000 Altersvorsorgevermögen und 8.000 Geldvermögen, und sofortige Alimentation durch JC.

Ich tendiere zur 2. Alternative, wobei zu erwägen sein könnte, sich auch noch Weißware neuester Technologie zuzulegen.
Ich darf sogar beraten - bei Bedarf bitte PN!

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Re: Geld retten - aber wie?

#3

Beitrag von Koelsch » Fr 25. Jan 2019, 18:24

Die Sache ist noch komplizierter.

eLB schrieb mir eben u.a.
Kompliziert ist es und noch komplizierter wird es, denn: da ja mein Vermieter mich rausekeln will (er zeigt mich ständig wegen erfundener Delikte an - diesmal beim Finanzamt, woher bei Staatsanwaltschaft), ist es durchaus möglich, dass ich es irgendwann nicht mehr aushalte und gehen möchte (früher oder später). Da aber Freiberufler als Mieter nicht sonderlich begehrt sind (das Risiko!), noch dazu Haustierhalter noch weniger begehrt sind und eine Freiberuflerin ohne Einnahmensnachweis, aber mit Tieren sich eine bezahlbare Wohnung abschminken kann, bleibt mir einzig eine verkommene Mini-Eigentumswohnung zu kaufen oder ein Holzhäuschen auf dem Campingplatz.
Ich war vor 3 Tagen wieder beim Kardiologen. Er hat mir nochmals erklärt, dass meine Bypass-Operation vieles nicht beheben konnte, da ich starke Blutungen in den Herzkammern hatte und dadurch vieles für immer zerstört wurde. Fazit: Höchstwahrscheinlich werde ich mein Rentenalter gar nie erreichen (und ich fühle auch, dass meine Tage hier auf Erden gezählt sind). Deshalb macht für mich dein Vorschlag mit (Umschichtung in )Riester-Rente kein Sinn. Ich sterbe und mein Geld ist weg - sinnlos weg.
Antrag wird jetzt erst mal gestellt - wie seht Ihr die Chancen hier § 12 Abs. 3 Nr. 5 & 6 SGB II anzuwenden. Also die "besondere Härteschiene" zu fahren.
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Re: Geld retten - aber wie?

#4

Beitrag von marsupilami » Fr 25. Jan 2019, 18:57

Wenn die Gesundheit derart runter ist und nach meiner Lesart des obigen Zitates auch die Moral, dann würde ich sagen:
Auflösen mit Verlust und leben.
Nicht in Luxus schwelgen, aber leben.
Arbeiten, soviel wie möglich ist, was die Gesundheit zuläßt.

Wenn das Geld alle ist bzw. runter bis auf Schonvermögen, und ersiees lebt noch, dann nochmal Antrag stellen.
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Re: Geld retten - aber wie?

#5

Beitrag von Koelsch » Fr 25. Jan 2019, 19:33

Ich tendiere zum Kauf einer Winzwohnung, hoher Eigenanteil plus Finanzierung mit Minimaltilgung = JC hat Zinsen plus alles Nebenkosten und heizung zu übernehmen plus natürlich Regelsatz
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Re: Geld retten - aber wie?

#6

Beitrag von Olivia » Fr 25. Jan 2019, 20:47

Als Freiberuflerin ist sie in dem gesundheitlichen Zustand kreditwürdig und fähig zu einer Finanzierungsberatung in einer Bank? Ich melde Zweifel an. Und in dem Zustand will sie eine passende Wohung finden und das Theater mit Makler, Notar und Wohnungsumzug durchziehen? Noch mehr Zweifel.

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Re: Geld retten - aber wie?

#7

Beitrag von Koelsch » Fr 25. Jan 2019, 20:55

Das Problem der Kreditwürdigkeit sehe ich nicht.

Beispiel:

50.000 = Wohnungspreis mit allem drum und dran
27.000 = Eigenfinanzierung
23.000 = Hypothek gegen Eintragung einer Grundschuld

Wo bitte ist da das Risiko? :1:

Statt dessen Dauerärger mit Vermieter (hat gerade Strafprozess nach Vermieteranzeige hinter sich = klarer Freispruch weil nicht der Haus einer Schuld. Jetzt hat Finanzamt angeklopft, laut Anzeige des "Vermieters wer sonst" mache sie "Schwarzgeschäfte". Und das geht schon sehr lange so, Vermieter will das Haus leer haben, damit er's luxussanieren kann.
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Re: Geld retten - aber wie?

#8

Beitrag von Olivia » Fr 25. Jan 2019, 21:10

Mit Steuerbescheid auf Hartz-IV-Niveau ist man kreditwürdig? :verwirrt:

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Re: Geld retten - aber wie?

#9

Beitrag von Koelsch » Fr 25. Jan 2019, 21:14

Kreditwürdig bedeutet doch - wie hoch ist das Risiko für die Bank? Und das ist hier = Null
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Re: Geld retten - aber wie?

#10

Beitrag von Olivia » Fr 25. Jan 2019, 21:19

Die Bank muss doch sicherstellen, dass nach Abzug der Rate genug zum Lebensunterhalt übrig bleibt und keinerlei "Gefahr" durch Jobcenter, Arbeitsamt oder ähnliches droht.

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Re: Geld retten - aber wie?

#11

Beitrag von Koelsch » Fr 25. Jan 2019, 21:40

Das interessiert die Bank doch nicht.
Die interessiert - bekommen wir unser Geld zurück und nix anderes.
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Re: Geld retten - aber wie?

#12

Beitrag von marsupilami » Fr 25. Jan 2019, 21:43

Okay, den Ärger mit dem Vermieter hatte ich vergessen.

Ja gut, wenn er/sie was findet und 'ne Bank die mitmacht ....
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Re: Geld retten - aber wie?

#13

Beitrag von Olivia » Fr 25. Jan 2019, 22:41

Koelsch hat geschrieben:
Fr 25. Jan 2019, 21:40
Das interessiert die Bank doch nicht.
Seit Basel III sind die Kriterien doch unheimlich streng geworden. Die Bank prüft da schon genau, ob sich jemand den Kredit leisten kann.

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Re: Geld retten - aber wie?

#14

Beitrag von Koelsch » Fr 25. Jan 2019, 22:44

Können die doch auch - Lebensunterhalt wird durch ALG II sichergestellt, Zinsen der Bank ebenso und der Rest (also das ausgeliehene Geld) ist über Grundschuld abgesichert.

Man sollte es probieren
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Re: Geld retten - aber wie?

#15

Beitrag von tigerlaw » Fr 25. Jan 2019, 23:15

1. Die Gutste soll auf jeden Fall ihren Vermieter wegen § 164 Abs. 1 + 2 StGB anzeigen!

2. Lass uns überlegen, wie teuer die Wohnung sein darf:

Zinsen dürfen so hoch sein wie die örtlich angemessene Netto-Kalt-Miete. Dieser Betrag * 12 (Monate) * Kehrwert aus Zinssatz ergibt roundabout das aufzunehmende / aufnehmbare Kapital. Hinzu max. 0,5 % p.a. anfängliche Tilgung = Die Tilgung würde den Faktor 0,4 % / Zinssatz in % des Tilgungsbetrags ausmachen. Diesen Betrag müsste sie also mindestens im Betrieb erwirtschaften, um nicht unter den Regelleistungssatz für die monatlichen Ausgaben zu fallen. Wenn wir beim Grundschulddarlehen von 2,5 % p.a. ausgehen, errechnet sich:

Tilgung = (0,4 / 2,5) * monatlicher (anfänglicher) Zinsbetrag.
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Re: Geld retten - aber wie?

#16

Beitrag von Koelsch » Fr 25. Jan 2019, 23:20

so seh ich das auch. Man muss mal mit der Bank reden, in wie weit die "mitspielen".

Und erst mal wird Antrag gestellt und dann eben mit "ich rede mit der Bank über Wohnungskauf, daher Verwertung unzumutbar bzw. besondfere Härte.
Mehs als mittem Kopp schütteln, kann das JC nicht - und dann geht's seinen "normalen" Gang.
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Re: Geld retten - aber wie?

#17

Beitrag von tigerlaw » Fr 25. Jan 2019, 23:37

Koelsch hat geschrieben:
Fr 25. Jan 2019, 23:20
so seh ich das auch. Man muss mal mit der Bank reden, in wie weit die "mitspielen".

Und erst mal wird Antrag gestellt und dann eben mit "ich rede mit der Bank über Wohnungskauf, daher Verwertung unzumutbar bzw. besondere Härte.
Mehs als mittem Kopp schütteln, kann das JC nicht - und dann geht's seinen "normalen" Gang.
Ist sie denn (schwer)behindert? Nur für Behinderte gibt es Rücklagen für ein Immobilienprojekt!
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Re: Geld retten - aber wie?

#18

Beitrag von Olivia » Sa 26. Jan 2019, 08:39

In Berlin könnte ein ALG II-Empfänger nach dieser Formel max. 155.040,00 € Kredit aufnehmen. Tilgung läge in dem Beispiel bei 64,60 € monatlich.

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Re: Geld retten - aber wie?

#19

Beitrag von Wampe » Di 29. Jan 2019, 00:41

Koelsch hat geschrieben:
Fr 25. Jan 2019, 23:20
Und erst mal wird Antrag gestellt und dann eben mit "ich rede mit der Bank über Wohnungskauf, daher Verwertung unzumutbar bzw. besondfere Härte.
Ich glaub nicht, dass das beim JC so durchgeht. :never:
Die zücken da wohl eher den § 34 SGB II.

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Re: Geld retten - aber wie?

#20

Beitrag von Koelsch » Mo 11. Feb 2019, 14:56

eLB ist optimistisch, wieder auf die Füße zu kommen, d.h. nach der schweren Krankheit und entsprechend langer "toter" Selbstständigkeit tröpfeln jetzt wieder erste Aufträge rein.
Wir hatten heute mal versucht, folgenden Gedanken "zu verfestigen".

eLB könnte derzeit mit diversen Klimmzügen ca. 35.000 Kapital aufbringen. Man glaubt's nicht, aber in manchen Gegenden gibt's für 50.000 bereits kleine aber halbwegs ordentliche Eigentumswohnungen.

Also heute Banktermin mit der Frage: Wie sieht's aus, ich geb 35.000 Ihr gebt 15.000 und ich kauf Wohnung?

Ergebnis: So durften wir das früher machen, denn bei der Konstellation ist unser Geld ja 100% sicher. Heute dürfen wir das nicht mehr, der Wert der gekauften Immobilie darf nicht mehr berücksichtigt werden. Einziges Entscheidungskriterium heute: Kann der Kreditnehmer das Darlehen voraussichtlich aus seinem Einkommen zurückzahlen. So steht's in der neuen Wohnimmobilienkreditrichtlinie - und ich hab gerade nachgeguckt. Stimmt.

Klartext also: Alter Knacker kann nicht ETW kaufen mit dem Gedanken, ok, und wenn ich den Löffel abgeb, dann hat Bank ja die Wohnung, also Null Risiko.
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Re: Geld retten - aber wie?

#21

Beitrag von Olivia » Mo 11. Feb 2019, 15:48

Dann muss das Geld halt woanders herkommen. Hat da jemand eine Idee?

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Re: Geld retten - aber wie?

#22

Beitrag von marsupilami » Mo 11. Feb 2019, 17:17

PP fragen. :8:
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Re: Geld retten - aber wie?

#23

Beitrag von Olivia » Mo 11. Feb 2019, 17:45

:ohnmacht: :ohnmacht: :ohnmacht:

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