Problem Wechsel von PKV in GKV

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Koelsch
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Problem Wechsel von PKV in GKV

#1

Beitrag von Koelsch » Do 11. Apr 2019, 18:28

Viel weiß ich noch wenig, auch weil ich nicht weiß, was man unbedingt wissen muss :1:

eLB, 49 Jahre ist PKV versichert und (jetzt) im ALG II Bezug. So weit so schlecht

eLB hat eine Fülle sehr schwerer OP's hinter sich. Während der Zeit bekam er Krankengeld vom AG, danach (so weit ich weiß) ging's in den ALG II Bezug, da die PKV ja wohl nur bei entsprechender Zusatzversicherung Krankengeld zahlt.

Seine Frage jetzt - wie kann ich jetzt zurück in die GKV. Er ist nicht arbeitslos, das Arbeitsverhältnis besteht unverändert fort, er hat nur eben keinen Anspruch mehr auf Krankengeld. AG hat wohl auch nicht vor, ihm zu kündigen, würde ihn gerne wieder arbeiten lassen, wenn er einigermaßen fit ist. Besteht für ihn jetzt schon die Möglichkeit zurück in die GKV - er hat wohl bereits die "tolle" Erfahrung gemacht, wie gerne Ärzte PKV-Versicherte im Basistarif nehmen würden. Also hat er wohl derzeit recht erhebliche Zuzahlungen aus dem Regelsatz, um weiter "vernünftig" verischert zu bleiben, denn JC zahlt ja nur 50% des Basistarifs.
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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marsupilami
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Re: Problem Wechsel von PKV in GKV

#2

Beitrag von marsupilami » Do 11. Apr 2019, 18:49

:kopfkratz:
wie kann er auf ALG II sein, wenn das AV noch besteht?

Ansonsten: wenn er eh auf ALG II ist, müsste doch der Wechsel in die GKV möglich sein.
Unbedingt aber das Kleingedruckte im Ver.Vertr. der PKV zum Thema Kündigung durchlesen.
Vermutlich hat er mind. 3 Monate Kündigungsfrist, womöglich auch noch zum Jahresende. Kommt mir gerade irgendwie bekannt vor.
https://privatekrankenversicherungtests ... ichkeiten/

Ansonsten halt mal Mr. Gockel fragen.

Ich hab gefunden:
https://www.krankenversicherung.net/rue ... esetzliche
https://privatekrankenversicherungtests ... mmengrenze

Da er - noch - unter 50 ist, soll er sich überlegen, wie er sein Gehalt "kürzen" kann, so dass er "zurückfällt" in die GKV.
Signatur?
Muss das sein?

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Koelsch
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Re: Problem Wechsel von PKV in GKV

#3

Beitrag von Koelsch » Do 11. Apr 2019, 18:54

marsupilami hat geschrieben:
Do 11. Apr 2019, 18:49
:kopfkratz:
wie kann er auf ALG II sein, wenn das AV noch besteht?

Ansonsten: wenn er eh auf ALG II ist, müsste doch der Wechsel in die GKV möglich sein.
Unbedingt aber das Kleingedruckte im Ver.Vertr. der PKV zum Thema Kündigung durchlesen.
Vermutlich hat er mind. 3 Monate Kündigungsfrist, womöglich auch noch zum Jahresende. Kommt mir gerade irgendwie bekannt vor.
https://privatekrankenversicherungtests ... ichkeiten/

Ansonsten halt mal Mr. Gockel fragen.

Ich hab gefunden:
https://www.krankenversicherung.net/rue ... esetzliche
https://privatekrankenversicherungtests ... mmengrenze

Da er - noch - unter 50 ist, soll er sich überlegen, wie er sein Gehalt "kürzen" kann, so dass er "zurückfällt" in die GKV.
In ALG II isser, weil Krankengeld des AG ausgelaufen ist, AG ihm also nickese zahlt und er von der PKV kein Krankengeld erhält.
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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Re: Problem Wechsel von PKV in GKV

#4

Beitrag von Koelsch » Do 11. Apr 2019, 18:59

Mir sticht aus Marsu's erstem Link gleich ins Auge
Rückkehr in die gesetzliche Versicherungspflicht
Fallen Sie als Angestellter mit Ihrem Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze von 59.400 Euro pro Jahr, werden Sie wieder in der GKV versicherungspflichtig. Gleiches gilt, wenn Sie von der Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis wechseln und unter dieser Einkommensgrenze liegen.
Da wird zwar immer was "erzählt" von Stunden reduziert, Weihnachtsgeld gestriche etc. Aber haben wir hier nicht genau den Fall - Reduzierung der aktuell zu leistenden Stundenzahl auf Null wegen krank?
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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Re: Problem Wechsel von PKV in GKV

#5

Beitrag von marsupilami » Do 11. Apr 2019, 19:05

"Er ist auf dem Wege der Genesung, will und kann nach der völligen "Wiederherstellung" auch wieder voll arbeiten, will aber - um sich zu schonen - nicht wieder 120 % Leistung bringen, sondern nur noch 100. Damit fällt er dauerhaft unterhalb dieser EK-Grenze und ist somit der ideale Kandiszucker für die GKV."
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Re: Problem Wechsel von PKV in GKV

#6

Beitrag von Koelsch » Do 11. Apr 2019, 19:19

So in die Richtung "flattern" meine Gedanken.
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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Re: Problem Wechsel von PKV in GKV

#7

Beitrag von kleinchaos » Fr 12. Apr 2019, 00:08

Er muss aufpassen, dass bestimmte Gratifikationen und Zulagen das Gehalt nicht wieder über die magische Grenze steigen lassen. Die GKV ist da sehr pingelig
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden." Rosa Luxemburg

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Re: Problem Wechsel von PKV in GKV

#8

Beitrag von tigerlaw » Fr 12. Apr 2019, 10:52

Koelsch hat geschrieben:
Do 11. Apr 2019, 18:59
Mir sticht aus Marsu's erstem Link gleich ins Auge
Rückkehr in die gesetzliche Versicherungspflicht
Fallen Sie als Angestellter mit Ihrem Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze von 59.400 Euro pro Jahr, werden Sie wieder in der GKV versicherungspflichtig. Gleiches gilt, wenn Sie von der Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis wechseln und unter dieser Einkommensgrenze liegen.
Da wird zwar immer was "erzählt" von Stunden reduziert, Weihnachtsgeld gestriche etc. Aber haben wir hier nicht genau den Fall - Reduzierung der aktuell zu leistenden Stundenzahl auf Null wegen krank?
Das dürfte nicht relevant sein, es kommt m.E. auf das vertragliche Jahres-Brutto-Gehalt (incl. Zulagen, 13. + 14. Gehalt usw.) an!

Wenn er bald einen Änderungsvertrag abschließt mit der Begründung, wegen Krankheit sei zukünftig das Leistungsvermögen reduziert, und deshalb auch Gehaltreduzierung, könnte das ein Weg sein, zurückzukehren.

No risk, no fun.
Ich darf sogar beraten - bei Bedarf bitte PN!

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