Möglichkeiten für Weiterbildung?

Maßnahmen, Ein-Euro-Jobs, Eingliederungsvereinbarungen, Praktika und was es sonst so gibt
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Nordqvist
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Möglichkeiten für Weiterbildung?

#1

Beitrag von Nordqvist » Mi 27. Jan 2016, 10:13

Hallo liebe Leute,

ich bin neu hier und hoffe, dass ich das richtige Unterforum gewählt habe (ansonsten bitte verschieben)! Wäre toll, wenn mir hier jemand weiter helfen könnte.

Kurz zu mir: Ich bin 33, komme aus Berlin und habe früher als Lagerist gearbeitet. Allerdings musste ich dort kündigen, weil ich Probleme mit meinem Rücken haben. Lange Rede kurzer Sinn, ich beziehe jetzt seit knapp 5 Monaten ALG I und Fakt ist, dass ich in meinem alten Job nicht mehr arbeiten kann bzw. will. Daher habe ich mich in den letzten Tagen versucht ein bisschen schlau zu machen, welche Weiterbildungs- bzw. Umschulungsmöglichkeiten es gibt. Ich würde eigentlich ganz gerne was in Richtung Pflegeberufe machen, da ich mit 17/18 einige Zeit lang in dem Bereich gearbeitet hab und das eigentlich ganz erfüllend fand. Wichtig wäre mir aber, dass die Weiterbildung auch gefördert ist, da ich alles andere nicht finanzieren könnte.

Daher wollte ich mal fragen, welche Möglichkeiten es gibt und wie die Chancen sind so was finanziert zu bekommen? Hab auch schon im Internet recherchiert, was es so gibt und bin dabei auf das Thema ESF-Förderung gestoßen. Gibt es hier Leute, die schon mal so eine Weiterbildung über ein ESF-Programm gemacht haben? Wie sind die Erfahrungen? Käme so eine Förderung für mich überhaupt in Frage? Auf http://www.bbq.de/wann-erhalte-ich-eine-esf-foerderung/ steht nämlich, dass nur Langzeitarbeitslose, Jugendliche und junge Erwachsene beim Übergang in Ausbildung und Beruf, usw.) in Betracht kommen. Hmm. Stimmt das so?

Ich weiß das sind viele Fragen aber ich möchte mich so gut es geht vor meinem nächsten Termin am AA informieren!

Schon mal vielen Dank für eure Hilfe! :)

Liebe Grüße,
Dominik

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marsupilami
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Re: Möglichkeiten für Weiterbildung?

#2

Beitrag von marsupilami » Mi 27. Jan 2016, 10:23

:willkommen: im Forum.

Bevor ich auf Deine Fragen eingehe:

Bist Du sicher, dass Du Dir die richtige Richtung ausgesucht hast?
Ich will Dir die Umschulung nicht vermiesen, die Pflegeberufe per se schlecht machen, aber nachdem Du selber schon von Rückenproblemen postest .....
"Muskuloskelettale Erkrankungen verursachen 25 Prozent der betrieblichen Ausfallzeiten", betonte Hanka Jarisch von der BGW in Dresden. Mehr noch: Bei gezielten Erhebungen berichtet regelmäßig jede zweite Pflegekraft über Beschwerden der Lendenwirbelsäule.
http://www.aerztezeitung.de/medizin/kra ... eften.html

http://www.guss-net.de/gruendergruppen/ ... ufsrisiko/

http://www.gesundheitsstadt-berlin.de/r ... dern-1675/


Hieße für mich: parallel zur Ausbildung die eigene Rückenmuskulatur stärken.
Mit viel Selbstdisziplin jeden Tag entsprechende Übungen und Gymnastik durchziehen.
Sonst bist Du ruck-zuck selber ein "Pflegefall".
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Koelsch
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Re: Möglichkeiten für Weiterbildung?

#3

Beitrag von Koelsch » Mi 27. Jan 2016, 10:42

Wie Marsu schon geschrieben hat - Pflegeberuf und Rücken ist eine nicht ganz unproblematische Kombination. Klär das auch mal im Vorfeld mit Deinem Arzt. Hintergrund ist einfach, dass es wenig Sinn mach und frustrierend ist, wenn man zunächst mal voller Elan los galoppiert um dann festzustellen, die Richtung ist falsch.

Ich würde auch mal versuchen mit der Krankenkasse bzw. der Berufsgenossenschaft zu sprechen. Lager und Rücken hört sich für mich nach Berufskrankheit an. Wenn die gegeben ist, dann gibt's auch Fördermöglichkeiten über die Berufsgenossenschaft. Das sollte aber auch das Arbeitsamt wissen, also durchaus mal ansprechen.

Sprich aber auch mal einen der ESF-Bildungsträger an, auch die beraten - und die haben ja Interesse daran, Kundschaft zu bekommen.
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

Nordqvist
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Re: Möglichkeiten für Weiterbildung?

#4

Beitrag von Nordqvist » Mi 27. Jan 2016, 10:50

Hallo,

vielen Dank für die nette Begrüßung! :)

Hmm ja das stimmt natürlich schon und ich bin auch noch dabei raus zu finden, ob es nicht auch Berufsbilder gibt, die vom klassischen Berufsbild der Pflegekraft ein wenig abweichen (z.B. Demenzbegleiter usw). Manch einer mag das vielleicht nicht nachvollziehen können, aber ich würde wirklich gerne in dem Bereich arbeiten, weil ich dort das Gefühl habe, etwas weitergeben zu können. :)

Aber das Argument mit dem Rücken stimmt natürlich schon, trotzdem ist das fürs erste mein Plan A :) Rückengymnastik und Stabilisierungsübungen machen ich eh fast täglich, war deshalb auch in der Physio.

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Koelsch
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Re: Möglichkeiten für Weiterbildung?

#5

Beitrag von Koelsch » Mi 27. Jan 2016, 10:54

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es in dem Bereich "rückenschonende" Tätigkeiten gibt. Vielleicht einfach auch mal in der Richtung bei einem Weiterbildungsträger (oder auch in einem Pflegeheim o.ä.) nachfragen.
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
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marsupilami
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Re: Möglichkeiten für Weiterbildung?

#6

Beitrag von marsupilami » Mi 27. Jan 2016, 11:01

Als Langzeitarbeitsloser wirst Du erst nach 1 Jahr Arbeitslosigkeit geführt.
Langzeitarbeitslosigkeit - Ab wann gilt sie?
Langzeitarbeitslose sind nach § 18 SGB Abs. 3 Arbeitslose, die länger als ein Jahr arbeitslos sind. Folgende Zeiten werden dem Zeitraum der Langzeitarbeitslosigkeit nicht angerechnet:

Eingliederung in eine Arbeit
Zeiten von Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Beschäftigungsverbot aufgrund des Mutterschutzes
Betreuung aufsichtsbedürftiger Kinder oder pflegebedürftiger Angehöriger
http://www.finanzen.net/themen/langzeitarbeitslosigkeit
rechts, unter den Themen von A-Z


Div. Sachbearbeiter in den Jobcentern haben aber offenbar eine andere Zählweise, was Unterbrechungen angeht:
https://www.elo-forum.org/allgemeine-fr ... aehlt.html
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chromoxidgruen
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Re: Möglichkeiten für Weiterbildung?

#7

Beitrag von chromoxidgruen » Di 14. Mär 2017, 20:09

Wichtig fände ich zu klären, ob die Rückenbeschwerden rein funktionell sind oder ob die Wirbelsäule geschädigt ist. Auch rein funktionelle Rückenbeschwerden können zu extremen Schmerzen führen, dies lässt sich aber durch Gymnastik und Physiotherapie komplett beheben. Ich hatte mit 40 (vor 10 Jahren) oft starke Rückenschmerzen, heute mit 50 dank Sport fast gar nicht mehr. Wenn dagegen die Wirbelsäule kaputt ist lindert Sport die Beschwerden zwar auch, aber ein Teil bleibt.

Ich selbst habe aus ALG I eine Weiterbildung gemacht. Voraussetzung für die Förderung durchs A-Amt ist aber, dass ein "Vermittlungshemmnis" vorliegt, dass Du also aus irgendwelchen Gründen derzeit nicht vermittelbar bist, weil z. B.
- die Branche Deines bisherigen Berufs in der Gegend wo Du wohnst nicht vertreten ist (bei Lageristen eher unwahrscheinlich)
- Du den bisherigen Beruf gesundheitsbedingt nicht mehr ausüben kannst
Bei Dir ist die Crux, wenn Du angibst, dass Du wegen Rückenproblemen nicht mehr als Lagerist arbeiten kannst, bekommst Du auch keine Umschulung als Krankenpfleger. Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Mir fällt im Moment nichts ein wie Du aus diesem Patt heraus kommen könntest.

Gruß chromoxidgruen

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