9 Jahre Lohn zurückfordern?

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kleinchaos
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9 Jahre Lohn zurückfordern?

#1

von kleinchaos » Fr 28. Jul 2017, 08:50

Folgendes Problem:

Ein Bauarbeiter hat einen Arbeitsvertrag, in dem steht als Beginn der Arbeitszeit der Beginn der Arbeit auf der Baustelle.
Nun liegt jedoch, wie bei Bauarbeitern üblich, die Baustelle nicht immer vor Ort, sondern es wird auch mal weiter weggefahren.
Fakt ist jedoch: jeden Morgen muss erst in den Firmensitz gefahren werden, das Firmenauto beladen und dann zur Baustelle gefahren werden. Das sind täglich bis zu 2 Stunden morgens und 2 Stunden abends, die nicht vergütet werden.
Frage 1: Der Passus im AV muss angefochten werden?
Frage 2: Wie lange kann der Lohn nachgefordert werden? Ich meine es sind 3 Jahre, aber Schadenersatz wären 30 Jahre?
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden." Rosa Luxemburg

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Günter
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Re: 9 Jahre Lohn zurückfordern?

#2

von Günter » Fr 28. Jul 2017, 09:17

Die Arbeitszeit ist falsch, wenn der Boss anordnet: Morgens zur Firma, Auto holen und Abends wieder abliefern dann ist Arbeitsbeginn und Ende in der Firma. Aber wie lange er es zurückholen kann? :1:
Ist der einzige Existenzgrund für Milliarden Menschen nur die Befriedigung der Profitgier der Besitzenden? Oder haben diese Menschen auch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben?

Ich könnte freundlich, aber wozu? :6:

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Re: 9 Jahre Lohn zurückfordern?

#3

von Koelsch » Fr 28. Jul 2017, 09:31

Guck mal hier - https://www.anwalt.de/rechtstipps/gehal ... 23230.html

ich befürchte, da hätte er schon viel früher "meckern" müssen. Aber 3 Jahre ist besser als nix.
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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Re: 9 Jahre Lohn zurückfordern?

#4

von Günter » Fr 28. Jul 2017, 11:50

Da die Frist immer am 31.12. zu laufen beginnt, handelt sich es dann 3 Jahre und 7 Monate.
Ist der einzige Existenzgrund für Milliarden Menschen nur die Befriedigung der Profitgier der Besitzenden? Oder haben diese Menschen auch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben?



Ich könnte freundlich, aber wozu? :6:

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Re: 9 Jahre Lohn zurückfordern?

#5

von Koelsch » Fr 28. Jul 2017, 12:12

:jojo: :jojo:
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.

Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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Re: 9 Jahre Lohn zurückfordern?

#6

von kleinchaos » Fr 28. Jul 2017, 15:57

Danke. Sind auch immerhin knapp 20000 Euronen
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Re: 9 Jahre Lohn zurückfordern?

#7

von Koelsch » Fr 28. Jul 2017, 16:13

Dann lohnt's
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.

Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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Re: 9 Jahre Lohn zurückfordern?

#8

von Christoph » Sa 29. Jul 2017, 08:35

Größere Baufirma oder eher ne Klitsche?

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Re: 9 Jahre Lohn zurückfordern?

#9

von kleinchaos » Mo 31. Jul 2017, 12:07

Mittel, 30 Leute
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Re: 9 Jahre Lohn zurückfordern?

#10

von Koelsch » Mo 31. Jul 2017, 12:12

Dann droht vermutlich keine Inso wegen dieser Forderung
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.

Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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Re: 9 Jahre Lohn zurückfordern?

#11

von quinky » Mo 31. Jul 2017, 14:19

Ich würde aber beim Chef "Theater machen" sofern er nicht komplett nachzahlt.

Verjährung hin oder her, spielt keine Rolle, DENN

die Möglichkeit wegen Betruges und Sozialbetruges anzuzeigen besteht auch wenn der Lohn teilweise wegen Verjährung nicht gezahlt wird!!
Da würde ich ansetzen.

Gruß
Ernie

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Re: 9 Jahre Lohn zurückfordern?

#12

von kleinchaos » Mo 31. Jul 2017, 16:29

Danke Ernie, prima Hinweis
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