Alleinerz. durch Krankheit des Kindes & sich selbst in Not

Hilfe für (alleinerziehende) Mütter und Väter, Behinderte, Schwangere.
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KleinerSpatz
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Alleinerz. durch Krankheit des Kindes & sich selbst in Not

#1

Beitrag von KleinerSpatz » So 27. Mär 2011, 17:11

Hallo, ich stecke in einer sehr komplizierten Situation. Vor knapp 1 ½ Jahren kamen 3 Schicksalsschläge auf einmal auf mich zu mich gerade in einen missliche Situation zwängen.

Nr.1 Mein Sohn (6 J.) erkrankte nach einer schweren Viruserkrankung an Diabetes Typ 1. Dadurch hat er eine Behinderung bekommen (Im Pass steht ein H und 50 %). Er ist auf tägliche Spritzen und Kontrollen angewiesen, zu dem machen uns sie Nebenwirkungen noch schwer zu schaffen wie z.B. eine Nierenfehlfunktion. Es war für mich selbstverständlich meinen Traumjob als Kostümbildnerin kurzzeitig auf zugegeben um die Pflege für ihn selbst zu übernehmen und ihn nicht in fremde Hände zu geben.
Ich bekomme für ihn Pflegegeld 1, aber wahrscheinlich nur noch ca. 1 Jahr, da er Gott sei Dank, so langsam wieder fitter wird. Danach ist mein Sohn natürlich nicht von seiner Diabetes geheilt und braucht weiter medizinische Versorgung, fällt aber dann aus dem Programm der Pflegekassen da Sachen wie Spritzen setzten laut deren Regeln nicht zu Pflege sondern zu Medizin gehört.

Nr.2 Fast zeitgleich im selben Monat, begann das Trennungsjahr zu meinem Mann, mit dem ich nun geschieden bin. Ich bin alleinerziehend und habe die Schulden für das gemeinsame Haus alleine an den Hacken, ich kann weder verkaufen (nur mit noch mehr Verlust und müsste dann Insolvenz anmelden). Noch kann ich es gerade so halten, aber nicht mehr wenn das Pflegegeld wegfällt.

Nr.3 Das ganze würde sich ja händeln lassen in dem ich wieder arbeite, zu mal mein Sohn jetzt soweit ist das er 2011 in eine normale Schule kann, wenn auch mit kleineren Auflagen.
Aber verfluchter Weise, bin ich obwohl ich erst 29 Jahre bin, an einer schweren Form von Arthrose erkrankt. Innerhalb des letzten halben Jahres habe ich körperlich abgebaut und schaffe es nicht meinen Alltag ohne Schmerzmittel zu bewerkstelligen. Ich hab schon einige schwere OPs hinter mir und diverse alternative Heilmöglichkeiten, aber nichts schlägt an.
Zu dem bin allein und habe keine Familie mehr um mich herum die mich stützen könnte. So langsam habe ich Angst was aus meinem Sohn wird und da die erdrückende finanzielle Angst nun auch bald kommt, weiß ich nicht was ich tun kann. In meinen alten Job kann ich nicht mehr zurück, rein körperlich ist es mir nicht mehr möglich am Theater zu arbeiten, da diese Arbeit zwar fast das schönste auf Erden ist, aber leider eine komplette Selbstaufgabe im Bereich des Sozialen und Körperlich ist ;)

Ich habe schon Mehrbedarf wegen der Diabetes meines Sohnes eingereicht, nach mehreren Widersprüchen wurde es nun abgelehnt.
Mir wurde eine Rehaförderung vom Amt vorgeschlagen, die momentan allerdings pausiert weil ich krankgeschrieben bin und es in meinem Fall keine Heilung gibt.
Was mir da auch fehlt waren Informationen. Meine Beratung im Jobcenter war zwar sehr nett, konnte mir aber im Enddefekt nicht sagen was für einen Nutzen eine Rehaförderung in meinem konkreten Fall auf sich bringen würde.
Sie hat mir zudem vorgeschlagen in Rente zu gehen. Ich befürchte dann aber noch weniger Geld zu bekommen und eigentlich möchte ich auch gerne wieder arbeiten. Es ist nicht meine Erfüllung nur Mutter und Pflegeperson zu sein.

Konkrete Fragen sind also:
-Was für Auswirkungen hat es im Rehaprogramm zu landen.
-Rente, genau so wie Harz IV Bedarf? Darf man da zusätzlich noch Teilzeit* arbeiten?
- Gibt es eine Möglichkeit auf (Teilzeit*) Umschulung, die keinen gravierenden Einbruch in der jetzigen finanziellen Situation mit sich zieht?
- Wenn mein Sohn gesundet, fällt das Pflegegeld weg, müssen wir das Haus mit hohem Verlust verkaufen und haben dann hohe Schulden. Gibt es da einen Weg drumherum? Irgendeine Förderung die mtl. 225 Euro kurzweilig auffängt?

* Teilzeit, weil es mir wichtig ist meinen Sohn selbst medizinisch zu Bereuen. Denn er ist das Wichtigste in meinem Leben.

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kleinchaos
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Re: Alleinerz. durch Krankheit des Kindes & sich selbst in N

#2

Beitrag von kleinchaos » So 27. Mär 2011, 17:52

Hallo Spatz,

willkommen hier bei uns.

Zu deinen Fragen:
1. Die Auswirkungen im Reha-Programm:
können sehr unterschiedlich sein. Je nachdem in welches Programm man bei welchem Anbieter kommt. Jedenfalls wenns übers JC geht. Da sind dann so Arbeitserprobungen dabei in verschiedenen Firmen oder auch Ein-Euro-Jobs etc.
Reha-Programm über die RV kann bedeuten Kur, kann bedeuten Umschulung. Umschulungen der RV gibts auch in Teilzeit, je nach Region, Anbieter, Beruf.

Rente wird wohl eher unter dem Regelsatz liegen. Also müsstest du aufstocken mit Grundsicherung. Zuverdienst da komplett anrechenbar bis auf 30€ Versicherungspauschale und vielleicht paar Werbungskosten in Form von Fahrkosten.

Also erstmal wünschen wir alle deinem Sohn, dass er gesund wird bzw sich sein Zustand deutlich bessert. Wenn er dann kein Pflegegeld mehr braucht ist das doch auch schön.

Das Haus. Vor ewigen Zeiten sagt mal jemand: Besitz ist Last. Hilft dir jetzt nicht weiter.
Kannst du ein oder 2 Zimmer untervermieten? In welcher Gegend wohnst du? Gibts da eine Uni, Hochschule etc? Studenten suchen immer mal ein Zimmer. Oder ne Freundin usw.

Zusatzeinkommen wäre vielleicht die Möglichkeit an der Volkshochschule Schneiderkurse zu geben, in Schulen Nähkurse.
Wobei mir da grad einfällt, du hast ja ein Haus. Dann gib doch die Nähkurse von zu Hause aus. Als Selbständige. Dann kannst du die Raumkosten des Arbeitsraumes als Kosten absetzen von den Einnahmen.
Weiter fällt mir ein, dass es ja schrecklich viele Anbieter von Ein-Euro-Jobs gibt. Die brauchen aber auch Fachanleiter. Also mal nachfragen bei Kleiderkammer & Co.

Und dann wird dein Sohn ja auch mal älter, wird sich selbst spritzen können, die Medis selbst nehmen können und selbst auf die Ernährung achten können.

Wegen dem Wegfall des Mehrbedarfs würde ich mal mit dem Arzt sprechen was der dazu sagt. Und dann Widerspruch einlegen.
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Re: Alleinerz. durch Krankheit des Kindes & sich selbst in N

#3

Beitrag von Koelsch » So 27. Mär 2011, 18:04

:willkommen: bei uns im Forum.

Das kleine Chaos hat ja schon alles Wesentliche zusammen getragen.

Ich weiß, es ist vermutlich unangenehm, aber einige Fragen hab ich doch:

Was ist mit Unterhalt von Deinem Ex-Mann für's Kind, ggf. auch für Dich?
Du schreibst, Du hast das gesamte Haus inkl. Schulden an den Hacken. Das muss irgendwie bei der Scheidung geregelt worden sein. Was wurde da vereinbart?

Die Fragen haben einen zweifachen Hintergrund: Zum einen natürlich, um eventuelle noch mögliche zusätzliche Ansprüche gegen den Ex "auszugraben".
Zum anderen aber auch, um auf möglichen Fragen von ARGE/JobCenter vorbereitet zu sein, die denken nämlich möglicherweise genauso.
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
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Re: Alleinerz. durch Krankheit des Kindes & sich selbst in N

#4

Beitrag von Babra » Mo 28. Mär 2011, 13:12

Da du das Pflegegeld noch ca. 1 Jahr bekommst, ist genug Zeit, um auch an längerfristige Einsparmöglichkeiten zu denken.
Hast du schon einen "Antrag auf Feststellung der Schwerbehinderung" gestellt, landläufig bezeichnet als "Schwerbehindertenausweis beantragt"?

Wenn nicht: Bei schwerer Arthrose (in deinem Fall ja keine Alterserscheinung) bekommst du schätzungsweise auf Anhieb mindestens 50% GdB und, je nach beteiligten Gelenken, auch Merkzeichen "G". Aber das Merkzeichen ist nicht ganz so wichtig, hauptsache mindestens 50% GdB.
Bedeutet: kostenloses (oder verbilligtes, je nach Kommune) Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, wahlweise Steuerersparnis bei der KFZ-Steuer. Außerdem gibt's noch einen Steuerfreibetrag (natürlich nur relevant bei ausreichend Verdienst).
Allerdings bedeutet Schwerbehinderung u.U. auch mehr Schwierigkeiten bei der Jobsuche, da dein Arbeitgeber dich nicht zu Überstunden verpflichten darf und du Anspruch auf mehr Urlaub hast, außerdem einen verstärkten Kündigungsschutz genießt. Viele Arbeitgeber zahlen lieber eine Abgabepauschale als einen Schwerbehinderten einzustellen, den sie nur schwer wieder loswerden.
Andererseits gibt es auch wieder Unterstützung vom Jobcenter, wenn ein Schwerbehinderter eingestellt wird - Übernahme eines Teils des Gehalts für einen mehr oder weniger großen Zeitraum, Eingliederungshilfen aus speziellen Schwerbehindertenprogrammen etc. ...

Das ist das, was mir spontan einfällt (außer Umschuldung, Reduzierung der Raten für's Haus etc.).

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kleinchaos
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Re: Alleinerz. durch Krankheit des Kindes & sich selbst in N

#5

Beitrag von kleinchaos » Mo 28. Mär 2011, 13:30

Zum Geldverdienen fällt mir noch ein:
Du hast ja sicher bissel Platz im Haus. Wie wäre es wenn du einen Tagesmutterlehrgang machst und dann als selbige arbeitest?
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Re: Alleinerz. durch Krankheit des Kindes & sich selbst in N

#6

Beitrag von KleinerSpatz » Mo 28. Mär 2011, 18:43

Ui lieben Dank für die schnellen Antworten und die Hilfe. Da ist einiges bei was mir weiter hilft. In ein paar Tagen habe ich nochmal ein Beratungsgespräch im Jobcenter. Da werde ich konkret nochmal einiges nachfragen, besonderes in Bezug auf das Reha Teilzeit-Umschulungsprogramm. Wenn das klappt, wäre das die langfristig am geeignetste Lösung und ich könnte nachmittags als Tagesmutter was dazu verdienen, zumal ich gerne in die Kinderheilerziehungsrichtung umschulen wollte (vorausgesetzt der Berufswunsch wird gefördert).
:bravo:

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Re: Alleinerz. durch Krankheit des Kindes & sich selbst in N

#7

Beitrag von Koelsch » Mo 28. Mär 2011, 18:48

Und geh bitte nicht allein zum JobCenter, 4 Ohren hören mehr als 2 Ohren, insbesondere wenn 2 Ohren denn auch noch persönlich betroffen und entsprechend angespannnt sind.
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
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Re: Alleinerz. durch Krankheit des Kindes & sich selbst in N

#8

Beitrag von kleinchaos » Mo 28. Mär 2011, 19:27

Heilerziehungspflege, das stell dir nicht so leicht vor. Grade wenn du selbst Schmerzen hast und gesundheitlich eingeschränkt bist.
Dann lieber den Tagesmutterschein machen beim Jugendamt
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Re: Alleinerz. durch Krankheit des Kindes & sich selbst in N

#9

Beitrag von KleinerSpatz » Mo 28. Mär 2011, 19:47

Deshalb ja Kinder-Heilerziehungspflege. Mit behinderten Kindern kann ich sehr gut arbeiten, ich schätze ihr reines Herz und würde gerne durch mein Wissen und meinen Umgang ihnen Lebensfreude weiter geben ;) Aber wie gesagt, ich wollte mich beraten lassen ob das überhaupt geht, eben wegen meiner Krankheit. Mir fällt sonst kaum eine Arbeit ein die mich so sehr erfüllen könnte wie die Kostümbildnerei. Ich hatte die Idee, das gerade mit meinen Theater- und Kunstkenntnissen es in dem Bereich nützlich ist. Ich arbeite auch ab und an Ehrenamtlich in einem Selbsthilfe Kindergarten sofern es mir möglich ist, aber mit Behinderten Kindern, zu denen habe ich noch etwas mehr Hingabe.

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Emmaly
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Re: Alleinerz. durch Krankheit des Kindes & sich selbst in N

#10

Beitrag von Emmaly » Di 29. Mär 2011, 08:13

Sowohl Tagesmutter wie auch Heilerziehungspflege verlangen körperlichen Einsatz.

Ich würde deshalb auch erst einmal abklären, was für dich in Frage kommt.

Und noch ein Tipp: wenn du selbst gesundheitliche Probleme hast und deshalb die Versorgung im Haushalt für dich und Kind eingeschränkt sind bzw. manchmal nicht gehen, dann bei der Krankenkasse, dem Sozialamt und/oder dem Gesundheitsamt Hilfe beantragen.
LG Emmaly
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Re: Alleinerz. durch Krankheit des Kindes & sich selbst in N

#11

Beitrag von Phoenixe » Mo 6. Jun 2011, 07:05

Guten Morgen kleiner Spatz,

ich wünsche Dir und Deinem Sohn ganz viel Kraft, Gesundheit und Durchhaltevermögen. :Daumen:
Hier wurden schon sehr viele und gute Ratschläge erteilt und ich möchte nur noch zusätzlich ein paar Tips veröffentlichen:

Gibt es bei Dir eine Caritas- oder Diakonieberatungsstelle?
Wenn ja, dann ruf dort an und frag, ob Du einen Termin bei einer Sozialarbeiterin bekommen kannst. Ich habe großartige Hilfe durch das Mutter-Kindprogramm bei der Diakonie und auch danach erhalten.

Bitte nimm auch juristischen Rat in Anspruch, vielleicht habt Ihr den VDK-Sozialverband im Ort, diese Organisation deckt alles ab, sei es gesundheitlich, juristisch, rententechnisch usw., der Mitgliedsbeitrag beträgt 5€/Monat, soviel ich weiß.

http://vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=bw1&SI ... dDsG74y3no

Das mit der Untermiete an eine nette Studentin, ist keine schlechte Idee. Vielleicht schaffst Du es auch von Zuhause aus zu arbeiten, mit Nähmaschine und ein bißchen Werbung?

PS: Schicksalsschläge ziehen sich magisch an...wenn ich ganz unten bin, dann baut mich der Spruch eines Ex-kollegen wieder auf:

"Nur die Harten kommen in den Garten."

:ironiea:
Das Leben ist kein Ponyhof

quinky
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Re: Alleinerz. durch Krankheit des Kindes & sich selbst in N

#12

Beitrag von quinky » Mo 6. Jun 2011, 12:04

Hall Kath, Anrechnung bei Grundsicherung nach SGB XII

§ 82 Abs 3 SGB XII sagt aus:
Bei der Hilfe zum Lebensunterhalt ist ferner ein Betrag in Höhe von 30 vom Hundert des Einkommens aus selbständiger und nichtselbständiger Tätigkeit der Leistungsberechtigten abzusetzen.

d.h. bei Erwerbstätgikeit sind alle Steuern, SV-Versicherungen, Vers.Pauschale von 30€, Kfz-Haftpflicht, UND ein Selbstbehalt von 30% gültig! Dieser Selbstbehalt ist nicht gedeckelt!

Insbesondere ist aber auf die Bestimmungen zu achten, das bei EU- und Frührente nicht einfach unbegrenzt verdient werden darf, sondern bei Beträgen über 400€ Monatverdienst die Rente gekürzt wird. Es ist zwar kurios, aber die Kürzung der Rente kann höher ausfallen als der Komplettverdienst, je nach einzelner Situation.

Gruß
Ernie

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