26 Jahre und hörbehindert (100% GdB) - Probleme mit Arbeiten

hier sollten Fragen eingestellt werden rund um Behindertenrechte und Rentenrecht
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Wubru
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26 Jahre und hörbehindert (100% GdB) - Probleme mit Arbeiten

#1

Beitrag von Wubru » Mi 26. Okt 2016, 17:05

Tag zusammen,

folgender Fall:
26jährige junge Frau, die 100% Schwerbehindertenausweis hat - mit Cochlear Implantat - hat immer wieder Schwierigkeiten, im Berufsleben Fuß zu fassen.
Sie war längere Jahre bei Amazon - soweit ich weiß, haben die 2 Jahre gebraucht, bis sie sie losgeworden sind...
Ausbildung keine...
Man will sie wohl irgendwie immer ins Lager stecken...
Problem ist, sie ist psychisch was labil, aber ich bin der Meinung, auch aufgrund ihrer Einschränkung, ist sie nicht in der Lage 8 Std täglich arbeiten zu gehen...sie ist überfordert und erschöpft. Möglicherweise auch eine "Lernbehinderung", diese aber nirgends schwarz auf weiß, da diese Gehörlosenschiene immer Vorrang hatte.
Sie hatte zwar jetzt grad wieder eine Arbeit angetreten, ist aber nach 3 Tagen wieder raus da.
Ich hab der Mutter, die gleichzeitig ihr Vormund ist, geraten, sie solle beim JC eine Erwerbsfähigkeitsprüfung beantragen.

Ist das überhaupt sinnvoll?? Oder von welchen Ärzten könnte man "bescheinigt" bekommen, dass sie weniger als 8 Stunden nur arbeiten kann?!
Danke für Eure Tipps :-)
Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist gestern, der andere ist morgen. (Dalai Lama)

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marsupilami
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Re: 26 Jahre und hörbehindert (100% GdB) - Probleme mit Arbeiten

#2

Beitrag von marsupilami » Mi 26. Okt 2016, 17:15

Jep.
Natürlich krankschreiben lassen.
Dadurch wird etwas Zeit gewonnen, wo sie sich erholen, vielleicht sogar ein wenig stabilisieren kann.

Macht der Hausarzt bei einer "psychischen Überprüfung" mit?

Auch diese "Lernbehinderung" mal durchprüfen lassen.
Möglicherweise ist da noch was machbar, was der jungen Frau was bringt.


Bloß nicht in eine Behinderten-Werkstatt stecken lassen!
Siehe Seti.
Signatur?
Muss das sein?

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Günter
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Re: 26 Jahre und hörbehindert (100% GdB) - Probleme mit Arbeiten

#3

Beitrag von Günter » Mi 26. Okt 2016, 17:24

Ich würde zuerst nach Selbsthilfegruppen suchen, weil ich meine nach der Implantation muss erst mal eine Gehörschulung erfolgen. Mir ist jedesmal, wenn ich Leute mit Cochlear Implantat gesehen habe aufgefallen dass die mehr als nur sehr laut gesprocghen haben. Offenbar müssen die nicht nur das Hören sondern auch das Dämpfen der eigenen Stimme lernen.

Die Selbsthilfegruppen sollten auch die richtigen Gutachter und die psychologischen Betreuer kennen.
Ist der einzige Existenzgrund für Milliarden Menschen nur die Befriedigung der Profitgier der Besitzenden? Oder haben diese Menschen auch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben?

Ich könnte freundlich, aber wozu? :6:

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Wubru
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Re: 26 Jahre und hörbehindert (100% GdB) - Probleme mit Arbeiten

#4

Beitrag von Wubru » Mi 26. Okt 2016, 21:41

Gute Hinweise. Danke schön!
Muss mal nachfragen, ob sie solch eine Schulung hatte...
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