EGV kurz vor Übergang in die Rente

hier sollten Fragen eingestellt werden rund um Behindertenrechte und Rentenrecht
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marsupilami
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EGV kurz vor Übergang in die Rente

#1

Beitrag von marsupilami » Do 30. Mär 2017, 09:56

Ich hatte gestern einen Termin in meinem pers?nlichen Lieblings-JC bei einer - wiedermal - neuen pAp.

Es ist sicher, dass ich aufgrund meiner 50-%-Behinderung und meines Alters noch dieses Jahr abschlagsfrei in Rente gehen kann.
Geb.Datum liegt dem JC vor.
Dass ich behindert bin, ist im JC ebenfalls bekannt, da es ja vermittlungsrelevant ist und von mir angegeben und belegt wurde.
Dem entsprechend fiel ja auch das entsprechende med. Gutachten des MD des JC aus.

Trotzdem war - und ist - pAp der Auffassung, dass eine EGV notwendig ist.
Von wg. der Statistik und so.

Ich hab mal den Text via ocr-Programm eingescannt
Eingliederungsvereinbarung
zwischen Herrn Marsupilami
und Jobcenter Palumbien
g?ltig von 29.03.2017
g?ltig bis auf weiteres

1. Einleitung
Mit dieser Eingliederungsvereinbarung nach ? 15 SGB II wird die gemeinsam zwischen Ihnen und Ihrem Jobcenter erarbeitete Strategie zu Ihrer Eingliederung in Arbeit geregelt. Dazu werden die im Einzelfall notwendigen Leistungen zur Eingliederung in Arbeit des Jobcenters sowie Ihre Bem?hungen sowie Ihre Pflichten einschlie?lich der damit einhergehenden Rechtsfolgen verbindlich vereinbart.
Diese Eingliederungsvereinbarung stellt einen ?ffentlich-rechtlichen Vertrag in Form eines Austauschvertrages dar (vgl. ?? 53 ff. SGB X). Die Eingliederungsvereinbarung ist daher schriftlich zu schlie?en und durch beide Vertragsparteien zu unterschreiben (? 56 SGB X). Die Eingliederungsvereinbarung ist f?r beide Vertragsparteien verbindlich, das bedeutet, im Fall der Nichteinhaltung der Eingliederungsvereinbarung kann sich jede Vertragspartei auf die geregelten Inhalte berufen.
Im nachfolgenden Vertragstext werden die Vertragsparteien mit ?Ich" f?r die oben genannte Person und ?Jobcenter" f?r das oben konkret bezeichnete Jobcenter benannt.

2. G?ltigkeit
Diese Eingliederungsvereinbarung ist g?ltig, solange alle Anspruchsvoraussetzungen f?r den Bezug von Arbeitslosengeld II vorliegen. Entf?llt Ihre Hilfebed?rftigkeit, sind beide Parteien nicht mehr an den Inhalt gebunden. Eine gesonderte K?ndigung ist in diesem Fall nicht erforderlich. Soweit eine Anpassung durch Fortschreibung erforderlich ist, ersetzt die neue Eingliederungsvereinbarung diese Eingliederungsvereinbarung.

3. Ziele
?bergang in die Altersrente

4. Unterst?tzung durch das Jobcenter
Beratung und Unterst?tzung
Er unterst?tzt Sie durch ?bernahme von Fahrkosten bei schriftlichen Einladungen des Jobcenter Rems-Murr des ?rztlichen oder psychologischen Dienstes analog den Regelungen des Bundesreisekostengesetzes.

5. Zur Integration in Arbeit
Sie teilen Ihrem pers?nlichen Ansprechpartner beim Jobcenter Backnang zeitnah alle vermittlungsrelevanten Tatsachen mit, insbesondere zu folgenden Punkten:
* ?nderungen zum Gesundheitszustand
* Station?re Krankenhausaufenthalte
* Therapie Ma?nahmen
* Entscheidungen der Deutschen Rentenversicherung
* Reha Antr?ge / Berichte

Sie teilen jede ?nderung in den pers?nlichen und wirtschaftlichen Verh?ltnissen, die f?r den Anspruch auf die Leistung erheblich sein k?nnte, unverz?glich mit. Dies gilt f?r Sie und die mit Ihnen zusammenlebenden Angeh?rigen. Darunterfallen z.B.:
* Arbeitsaufnahme, Aufnahme Ausbildung/Studium, ?nderung der Einkommens-/Verm?gensverh?ltnisse
* Beantragung / Bewilligung von Renten oder sonstigen Leistungen
* ?nderung von Telefon oder Handynummer
* ?nderung der Bankverbindung,
* Aus- oder Zuzug von Personen
* Arbeitsunf?higkeit,
* ?nderungen der Kosten von Unterkunft und Heizung

6. Arbeitsunf?higkeit
Arbeitsunf?higkeitsbescheinigung ist abzugeben
Wenn Sie arbeitsunf?hig erkranken, sind Sie verpflichtet, Ihre Arbeitsunf?higkeit
? unverz?glich im Jobcenter anzuzeigen und
? eine ?rztliche Bescheinigung im Original und deren voraussichtliche Dauer sp?testens vor Ablauf des dritten Kalendertages nach Eintritt der Arbeitsunf?higkeit im Jobcenter vorzulegen.
Dauert die Arbeitsunf?higkeit l?nger als zun?chst vom Arzt bescheinigt, m?ssen Sie dies durch eine weitere ?rztliche Bescheinigung nachweisen. Wenn Sie wieder arbeitsf?hig sind, teilen Sie dies bitte ebenfalls sofort mit

7. Fortschreibung dieser Eingliederungsvereinbarung
Die Eingliederungsvereinbarung wird regelm??ig ?berpr?ft und im gegebenen Falle fortgeschrieben. Sollte aufgrund von wesentlichen ?nderungen in Ihren pers?nlichen Verh?ltnissen eine Anpassung der vereinbarten Ma?nahmen, Leistungen des Jobcenters und Ihrer Pflichten erforderlich sein, sind sich beide Vertragsparteien dar?ber einig, dass eine Fortschreibung dieser Eingliederungsvereinbarung erfolgen soll. Das Gleiche gilt, wenn das Ziel der Integration in den Arbeitsmarkt nur aufgrund von Anpassungen und ?nderungen dieser Vereinbarung erreicht bzw. beschleunigt werden kann.

8. K?ndigung dieser Eingliederungsvereinbarung
Haben sich die Verh?ltnisse, die f?r die Festsetzung des Vertragsinhalts ma?gebend gewesen sind, seit Abschluss des Vertrages so wesentlich ge?ndert, dass einer Vertragspartei das Festhalten an der urspr?nglichen vertraglichen Regelung nicht zuzumuten ist, so kann diese Vertragspartei eine Anpassung des Vertragsinhalts an die ge?nderten Verh?ltnisse verlangen oder, sofern eine Anpassung nicht m?glich oder einer Vertragspartei nicht zuzumuten ist, den Vertrag k?ndigen (? 59 Abs. 1 SGB X). Die K?ndigung bedarf der Schriftform und soll begr?ndet werden (? 59 Abs. 2 SGB X).

9. Schlussformel
Die in dieser Eingliederungsvereinbarung festgelegten Pflichten und Leistungen zur Eingliederung in Arbeit wurden von den Vertragspartnern gemeinsam erarbeitet. Mit ihrer Unterschrift erkl?ren beide Vertragsparteien, dass sie die gemeinsam festgelegten Pflichten erf?llen werden. Sie erkl?ren sich bereit, aktiv an allen genannten Ma?nahmen zur Eingliederung in Arbeit mitzuwirken. Erkl?rungsbed?rftige Punkte und die m?glichen Rechtsfolgen bei Verletzung der festgelegten Pflichten wurden erg?nzend m?ndlich erl?utert. Beide Seiten erhalten ein unterschriebenes Exemplar dieser Eingliederungsvereinbarung.

10. Rechtsfolgenbelehrung
Rechtsfolgenbelehrung:
Die ?? 31 bis 31 b Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) sehen bei Verst??en gegen die in der Eingliederungsvereinbarung festgelegten Pflichten Leistungsminderungen vor. Das Arbeitslosengeld II kann danach - auch mehrfach nacheinander - gemindert werden oder vollst?ndig entfallen.
Wenn Sie erstmals gegen die mit Ihnen vereinbarten Eingliederungsbem?hungen versto?en (siehe Nr. 5. Zur Integration in Arbeit), wird das Ihnen zustehende Arbeitslosengeld II um einen Betrag in H?he von 30 Prozent des f?r Sie ma?gebenden Regelbedarfs zur Sicherung des Lebensunterhalts nach ? 20 SGB II gemindert.
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass bei einem wiederholten Versto? gegen die mit Ihnen vereinbarten Bem?hungen das Ihnen zustehende Arbeitslosengeld II um einen Betrag in H?he von 60 Prozent des f?r Sie ma?gebenden Regelbedarfs gemindert wird. Die Kosten der Unterkunft und Heizung werden dann in der Regel direkt an Ihren Vermieter oder einen sonstigen Empfangsberechtigten gezahlt.
Bei weiteren wiederholten Pflichtverst??en entf?llt Ihr Arbeitslosengeld II vollst?ndig.
Die Minderung dauert drei Monate (Sanktionszeitraum) und beginnt mit dem Kalendermonat nach Zugang des Sanktionsbescheides. W?hrend dieser Zeit besteht kein Anspruch auf erg?nzende Hilfen nach dem Zw?lften Buch Sozialgesetzbuch (Sozialhilfe).
Eine Pflichtverletzung liegt nicht vor, wenn Sie f?r Ihr Verhalten einen wichtigen Grund darlegen und nachweisen. Folglich tritt keine Leistungsminderung ein. Ein nach Ihrer Auffassung wichtiger Grund, der jedoch nach objektiven Ma?st?ben nicht als solcher anerkannt werden kann, verhindert nicht den Eintritt der Leistungsminderung.

Wichtige Hinweise:
Sanktionszeitr?ume aufgrund der Verletzung von Meldepflichten und Verst??en gegen vereinbarte Eingliederungsbem?hungen k?nnen sich ?berschneiden. In den ?berschneidungsmonaten werden die Minderungsbetr?ge addiert.
F?hren die Leistungsminderungen dazu, dass kein Arbeitslosengeld II mehr gezahlt wird, werden auch keine Betr?ge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgef?hrt. Der Versicherungsschutz bleibt dennoch erhalten, anfallende Beitr?ge m?ssen Sie jedoch selbst zahlen. Sind Sie hierzu nicht in der Lage, entstehen Beitragsr?ckst?nde, die jedoch f?r die Dauer der Hilfebed?rftigkeit keine negativen Auswirkungen hinsichtlich der Leistungen durch die gesetzliche Kranken-/Pflegeversicherung haben.
Bei einer Minderung des Arbeitslosengeldes II um mehr als 30 Prozent des ma?gebenden Regelbedarfs k?nnen auf Antrag erg?nzende Sachleistungen oder geldwerte Leistungen erbracht werden. Diese sind grunds?tzlich zu erbringen, wenn minderj?hrige Kinder im Haushalt leben.
Beachten Sie aber, dass Sie vorrangig Ihr Einkommen und verwertbares Verm?gen zur Sicherung des Lebensunterhaltes einsetzen m?ssen.
Bei einer Gew?hrung von Sachleistungen oder geldwerten Leistungen werden Beitr?ge zur Kranken- und Pflegeversicherung weiterhin erbracht.
Den vereinbarten Eingliederungsbem?hungen m?ssen Sie auch w?hrend eines Sanktionszeitraumes nachkommen, auch wenn Ihr Arbeitslosengeld II wegen eines Pflichtversto?es vollst?ndig weggefallen ist.
Auch die Verpflichtung, sich bei der im Briefkopf genannten Stelle pers?nlich zu melden oder auf Aufforderung zu einer ?rztlichen oder psychologischen Untersuchung zu erscheinen, bleibt w?hrend des Sanktionszeitraumes bestehen.
Die ma?geblichen gesetzlichen Vorschriften k?nnen Sie bei der im Briefkopf genannten Stelle einsehen.
Die Eingliederungsvereinbarung wurde mit mir besprochen. Ich bin mit den vereinbarten Aktivit?ten einverstanden und verpflichte mich, diese einzuhalten. Ich habe ein Exemplar dieser Eingliederungsvereinbarung erhalten
Ja, nat?rlich steht da von den An-/Forderungen an mich nix Schlimmes drinne, aber wenn ich das Teil unterschreibe, unterschreibe ich einen Vertrag, den ich a) einzuhalten habe und b) nicht einfach so k?ndigen kann, wenn ich im Nachhinein - nach der Unterschrift - feststelle, dass was f?r mich Ung?nstiges drinnesteht.

Abgesehen davon sind da ein paar Formulierungen drin, an denen ich "nage" und ich ?berlege, ob ich mich n?her damit besch?ftigen soll und der pAp meine Bedenken - schriftlich ausformuliert - mitteilen soll oder einfach warten bis der VA da ist.
Der wiederum wird nicht oder nicht viel anders lauten; aber dem k?nnte ich dann widersprechen und evtl. sogar klagen.

Allein schon Punkt 1, erster Satz: da steht was von "Eingliederung in Arbeit" und unter Punkt 3, Ziele, steht: ?bergang in die Alterrente.
In meinen Augen bei?t sich das mind. so heftig, wie zwei L?wenkater, wenn die um ein Revier k?mpfen.

Insgesamt hat das Teil - nach meiner Auffassung - einen Tenor ? la: Wer die Musik bezahlt, bestimmt auch was gespielt wird.

Dazu kommt: die unter 5 aufgez?hlten Verpflichtungen haben - ebenfalls nach meiner Auffassung - mit einer "Integration in Arbeit" nichts zu tun.
Abgesehen davon, dass diese Verpflichtungen schon mit der Unterschrift unter den ALG-II-Antrag und/oder ebenso WBA anerkannt wurden.

usw.

Die eigentliche Frage: soll ich mich mit dem Teil auseinandersetzen und die Widerspr?che herausarbeiten, meine Bedenken schriftlich formuliert an die pAp senden oder nicht?
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Günter
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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#2

Beitrag von Günter » Do 30. Mär 2017, 10:34

Ich würde den Wisch zurück schicken.

Ich kann ihr Diktat aus folgenden Gründen nicht unterschreiben.

1. Es handelt sich um keinen ausgehandelten Vertrag.

2. Dieses Diktat soll mich laut Einleitung in den Arbeitsmarkt integrieren, das widerspricht sich mit dem Punkt 3 Beantragung von Altersrente.

3. In Punkt 5 wird zwingend verlangt Änderungen der Telefonnummern mitzuteilen. Diese Nummern unterliegen dem Datenschutz und sind und bleiben für Sie geheim.

Würde ich das unterzeichnen, könnten sie mich unter Sanktionsandrohung zwingen, diese Daten preiszugeben.

Ich mache sie bereits jetzt darauf aufmerksam, dass ich mich gegen einen VA juristisch zur Wehr setzen werde. Da das Verfahren länger dauert als mein ALG Bezug, ist es eine Frage der Wirtschaftlichkeit und der Vernunft, ob sie das wirklich durchziehen wollen.
Ist der einzige Existenzgrund für Milliarden Menschen nur die Befriedigung der Profitgier der Besitzenden? Oder haben diese Menschen auch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben?

Ich könnte freundlich, aber wozu? :6:

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Koelsch
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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#3

Beitrag von Koelsch » Do 30. Mär 2017, 10:37

Ich würde da auf den VA warten. Lohnt nach meiner Meinung nicht, sich da Gedanken zu machen. Mich stört hier der Hinweis auf das Bundesreisekostengesetz, denn danach sind Radfahrer und Fußgänger "selber schuld", wenn sie so blöd sind und nicht teure Öffis nutzen - https://adfc-blog.de/2014/03/dienstreisen/
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

schimmy
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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#4

Beitrag von schimmy » Do 30. Mär 2017, 11:47

Ich würde da auch nichts machen bezüglich der EGV und den VA abwarten.

Es steht auch viel zu viel Blabla in der EGV, die meisten Sachen sind eh schon im Gesetz geregelt und gehören somit in keine EGV.

quinky
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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#5

Beitrag von quinky » Do 30. Mär 2017, 12:45

Insbesondere würde ich das nicht unterschreiben:

Bei weiteren wiederholten Pflichtverstößen entfällt Ihr Arbeitslosengeld II vollständig.
Die Minderung dauert drei Monate (Sanktionszeitraum) und beginnt mit dem Kalendermonat nach Zugang des Sanktionsbescheides. Während dieser Zeit besteht kein Anspruch auf ergänzende Hilfen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (Sozialhilfe

mit folgender Begründung:
Ich erlaube Ihnen nicht, mich umzubringen. Da 3 Monate ohne jedwede Ernährung (Unterstützung) unweigerlich zum Tode führt, ist dieses Passus ein Mordversuch. Daran ändert auch nichts, das unter Umständen Lebensmittelgutscheine beantragt werden können. Das Recht auf Leben ist in Deutschland laut Gesetz garantiert, es muss nicht beantragt werden.

Anmerkung:
2007 wollte ein Jobcenter (eine junge Mitarbeiterin) von mir verlangen, diesen Passus zu unterschreiben
Mit Hinweis, das das ein Mordversuch ist wurde dieser Passus herausgenommen.
Ebenfalls stand in meiner EGV damals, das ich sämtlichen Pflichten des SGBII unterliege, auch wenn das ALGII komplett gestrichen wird.
Dieser Passus wurde ebenfalls gestrichen, mit meiner Begründung.
Das Jobcenter fordert mich auf, Straftaten zu begehen, um die Forderungen zu erfüllen, z.B. "schwarz fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da kein Geld für Fahrkarte vorhanden, In Lebensmittelläden einzubrechen, um zu überleben.
Das hat gereicht, um eine völlig neue EGV (wohlgemerkt komplett händisch am Computer erstellt = ca. 1 Stunden Arbeitsaufwand der Jobcenter-Mitarbeiterin) , ohne diese Passagen erstellen zu lassen.

Gruß
Ernie

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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#6

Beitrag von kleinchaos » Do 30. Mär 2017, 12:49

Einer eventuellen Sanktion kann man mit einem netten Lächeln begegnen, aus dieser RFB lässt sich keine wirksame Sanktion herleiten.
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden." Rosa Luxemburg

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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#7

Beitrag von marsupilami » Do 30. Mär 2017, 13:16

Dank für die Rückmeldungen.
Ich muss das noch mal 1, 2 Tage sacken lassen, dann werde ich entscheiden: zurückschreiben, ja oder nein.
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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#8

Beitrag von Pegasus » Do 30. Mär 2017, 14:30

Mit dieser Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II wird die gemeinsam zwischen Ihnen und Ihrem Jobcenter erarbeitete Strategie zu Ihrer Eingliederung in Arbeit geregelt.
Aha Du hast also an diesen Blödsinn mitgearbeitet? Schwer vorstellbar. :gaga:
Günni und andere haben bereits den richtigen Senf dazu gegeben.
Ansonsten dient EGV augenscheinlich ( toller Begriff den früher ein netter RA öfters benutze) nur der Statistik. Nach den Motto SBchen hat einen weitere EGV ergattert.
In jeden Stein, in jeden Ast, in jeden Tier ist Leben wie in Dir selbst

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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#9

Beitrag von benedetto » Do 30. Mär 2017, 15:11

Das ist keine Ein- sondern Ausgliederungsvereinbarung: siehe Ziffer 3. Ziele
Übergang in die Altersrente...so ein Blödsinn hat in der EGV nichts zu suchen.

Also nicht unterschreiben, liegen lassen/abheften, nicht zurückschicken und aussitzen, denn eine konkrete Zahl von Bewerbungsbemühungen wird doch nicht gefordert und dieser "Verhandlungsvorschlag" ist keine schriftliche Replik wert.

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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#10

Beitrag von marsupilami » Do 30. Mär 2017, 18:17

Was mir noch aufgefallen ist:
Sie teilen jede Änderung in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, die für den Anspruch auf die Leistung erheblich sein könnte, unverzüglich mit. Dies gilt für Sie und die mit Ihnen zusammenlebenden Angehörigen. Darunterfallen z.B.:
Dieses z.B.: impliziert ja, dass die nachfolgende Liste nicht abschließend ist.
Ich könnte also unwissentlich in eine Sanktionsfalle tappen, weil nicht gemeldet habe, dass mein Toilettenpapier alle ist.
Oder so ähnlich.

Ich neige immer mehr dazu, das Ding auseinanderzupflücken und meine Bedenken eben doch schriftlich zu fixieren und zurückzuschicken.
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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#11

Beitrag von schimmy » Do 30. Mär 2017, 19:46

@Marsu... Wie lange hat der SB dir denn Zeit eingeräumt zwecks Prüfung der EGV?

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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#12

Beitrag von marsupilami » Do 30. Mär 2017, 20:20

14 Tage.
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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#13

Beitrag von Günter » Do 30. Mär 2017, 20:31

marsupilami hat geschrieben:
Do 30. Mär 2017, 18:17
Was mir noch aufgefallen ist:
Sie teilen jede Änderung in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, die für den Anspruch auf die Leistung erheblich sein könnte, unverzüglich mit. Dies gilt für Sie und die mit Ihnen zusammenlebenden Angehörigen. Darunterfallen z.B.:
Dieses z.B.: impliziert ja, dass die nachfolgende Liste nicht abschließend ist.
Ich könnte also unwissentlich in eine Sanktionsfalle tappen, weil nicht gemeldet habe, dass mein Toilettenpapier alle ist.
Oder so ähnlich.

Ich neige immer mehr dazu, das Ding auseinanderzupflücken und meine Bedenken eben doch schriftlich zu fixieren und zurückzuschicken.
Ich meine man sollte die SBs immer schön beschäftigen, nicht dass die vor lauter Langweile noch auf dumme Gedanken kommen.
Ist der einzige Existenzgrund für Milliarden Menschen nur die Befriedigung der Profitgier der Besitzenden? Oder haben diese Menschen auch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben?

Ich könnte freundlich, aber wozu? :6:

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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#14

Beitrag von marsupilami » Sa 1. Apr 2017, 12:33

So!

Ich glaube, damit ist SB 'ne Weile beschäftigt.
2017_04_01 Konzept Erwiderung EGV.doc

Achtung!

:ironiea:


Wehe, es findet keiner was zu meckern! :knueppel:
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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#15

Beitrag von Günter » Sa 1. Apr 2017, 12:58

Ich beuge mich der Gewalt

Bild

Aber bevor ich ins Detail gehe, kümmere ich mich erst mal um die Zubereitung meines Mittagessens. :6:
Ist der einzige Existenzgrund für Milliarden Menschen nur die Befriedigung der Profitgier der Besitzenden? Oder haben diese Menschen auch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben?

Ich könnte freundlich, aber wozu? :6:

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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#16

Beitrag von angel6364 » Sa 1. Apr 2017, 13:14

Den Inhalt völlig außen vor lassend, hab ich ein bisserl rumgepfriemelt. Über den Inhalt muss ich erst noch nachdenken, zweifle aber jetzt schon dran, dass das Sinn hat.
2017_04_01 Konzept Erwiderung EGV korr.doc
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Bild

"Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten."

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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#17

Beitrag von marsupilami » Sa 1. Apr 2017, 13:27

Das Nachdenken oder das Teil rausschicken? :8:

Aber schon mal Danke für die div. notwendigen Korrekturen.


Nachtrag:
Ich selber denke darüber nach, den GF und das Kundenreaktionsmanagement mit in den Verteiler zu nehmen.
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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#18

Beitrag von Günter » Sa 1. Apr 2017, 13:33

Mein Vorschlag
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Ist der einzige Existenzgrund für Milliarden Menschen nur die Befriedigung der Profitgier der Besitzenden? Oder haben diese Menschen auch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben?

Ich könnte freundlich, aber wozu? :6:

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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#19

Beitrag von Koelsch » Sa 1. Apr 2017, 13:59

Ich kann erst schpäter gucken, fand unter Punkt 5 zweiter Ansatz aber 2-mal bereits, eins reicht
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#20

Beitrag von Koelsch » Sa 1. Apr 2017, 19:31

Hab mir Günter's Version durchgelesen. Gefällt mir gut, bis auf das schon Bemeckerte doppelte "bereits".

Ich würde aber den "Mordabsatz" raus lassen, das bringt nix. Oder umformulieren "Die hier von Ihnen formulierten Ausführungen halte ich schlichtweg fast schon für eine Morddrohung." Dann kommt das eher als Satire rüber
Frei nach Hanns-Dieter Hüsch, ist der Kölner überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären.
Deshalb kann von mir keine Rechtsberatung erfolgen, auch nicht per e-mail oder PN.

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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#21

Beitrag von marsupilami » Sa 1. Apr 2017, 19:47

Dank erstmal für die bisherigen Rückmeldungen und Korrektur-Vorschläge.
Ich werd' mal eine Nacht drüber schlafen und morgen mir alle 3 Versionen nochmal genau durchlesen und dann eine - hoffentlich - endgültige Fassung erstellen.

Dann kann die u.U. sogar noch morgen abend per Fax raus.
Auch an die GF des JC's und das Kundenreaktionsmanagement und die Regionaldirektion.
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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#22

Beitrag von schimmy » Sa 1. Apr 2017, 21:01

Auf das Ergebnis bin ich ja gespannt!

Olivia
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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#23

Beitrag von Olivia » So 2. Apr 2017, 01:56

Sehr geehrter Herr, die von Ihnen genannten Vorschläge können im Rahmen einer Massenverwaltung nicht berücksichtigt werden. Bitte beachten Sie auch, dass für die Lektüre von Schreiben >1 Seite Kapazitäten gebunden werden, die sonst nicht für die Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen. Nach dem Vorgenannten wird davon ausgegangen, dass Sie Ihren Widerspruch fallen lassen.

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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#24

Beitrag von marsupilami » So 2. Apr 2017, 07:08

Ha!
Ich hab's gewußt!

Olivia arbeitet für's JC!!


:Steinbrueck:
Widerspruch wird nicht zurückgenommen, denn es ist ja gar kein Widerspruch.
Das sind nur meine Änderungsvorschläge zur vorgelegten EGV. :unschuld:

Und dann gibt es da noch das SG! :baeh:
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Re: EGV kurz vor Übergang in die Rente

#25

Beitrag von marsupilami » So 2. Apr 2017, 09:25

So, nochmal durchgelesen.
Nochmals Dank für die Korrektur- und Verbesserungsvorschläge.

"Lüge" rausgenommen, Morddrohung umformuliert, Schluß geändert.
Ich kann SB nicht "vorschlagen" was er/sie zu tun und zu lassen hat, ob VA schickt oder nicht.
Abgesehen davon ist es mir egal. Wird er/sie schon sehen, was dabei rumkommt.

Außerdem geht es ihn/sie einen feuchten Kehrricht an, ob ich widerspreche werde oder gar klagen.
Auch das wird er/ sie dann merken, wenn es soweit ist.
Zudem gibt es keine rechtliche Bestimmung die mir vorschreibt, dass ich derartige Vorhaben ankündigen muss.
2017_04_02 Endfassung Erwiderung EGV.doc
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